Weinduell

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Martin Schachner fordert zum Duell

Das Weinduell

Martin Schachner fordert zum Duell Niemand muss den Fehdehandschuh zu Boden werfen, um Genugtuung zu verlangen. Und das Kräftemessen auf Sylt wird auch nicht mit tödlichen Waffen ausgetragen. Martin Schachners Duelle in Westerland fordern nichts weiter als Begeisterung am Weingenuss und eine gesunde Portion Risikofreude.

Fast jeder Weinliebhaber hat seinen Lieblingstropfen. Der eine beschwört die unglaubliche Süß-Säure-Balance im Mosel-Riesling, der andere favorisiert den vollen Johannisbeerduft mit würzigem Hintergrund im australischen Shiraz. Aber hebt sich der eigene Spitzenreiter tatsächlich gegen den des Freundes, Kollegen oder gar eines Weinexperten ab?

Das lässt sich leicht herausfinden, sagt Martin Schachner, nach allen Regeln der Verkostungskunst. Seit Jahrzehnten veranstaltet der Besitzer des Weinfachhandels Schachner Sylt hausinterne Tastings. Fast ebenso lange schwärmen Kunden immer wieder von vinologischen Entdeckungen, die in ihren Augen unschlagbar sind. Jetzt ist es für den gebürtigen Steirer an der Zeit, beides zu verknüpfen: Ein Weinduell mit objektiven Kriterien soll entscheiden, in welcher Rot-Weiß-oder -Schaumweinflasche das größte Potenzial steckt.

Codex des Weinduells

In Schachners Weinhandel wählt eine limitierte Anzahl couragierter Weinfreunde aus dem Sortiment ihre potenziellen Duell-Sieger und schickt sie ins Rennen. Martin Schachner hält mit seinem Wein-Favoriten dagegen. Wie bei einem traditionellen Duell müssen die flüssigen Waffen gleichwertig sein, also auf einem Preisniveau liegen. Ab zwanzig Euro geht es los, ein Limit nach oben gibt es nicht, erklärt der Weinhändler.

Verkostet wird selbstverständlich blind, das heißt keiner der Teilnehmer weiß, welcher Wein sich in den abgedunkelten Gläsern verbirgt. Für Weinprofi Schachner spielt es dabei keine Rolle, ob weiß gegen weiß, rot gegen rot oder weiß gegen rot antritt. Still- und Schaumweine duellieren sich dagegen in unterschiedlichen Ligen. Zwischen einem und zehn Punkt(e) können die Blindverkoster an die jeweiligen Proben vergeben. Bewertet wird der Gesamteindruck, der sich nach Aromen, Geschmack, Balance und Abgang aufschlüsselt.

Der Preis: kein Oscar sondern Spannung & Genuss

Der herausgeforderte Weinhändler gibt keine Wertung ab: „Ich habe ja einen gewissen Erfahrungsvorsprung durch regelmäßige Tastings. Das wäre unfair im Hinblick auf die Endauswertung“, so der Österreicher. Je nachdem, welcher Wein als Sieger hervorgeht, übernimmt das Weinhaus oder die Gästerunde die Kosten für den eingereichten Duell-Wein von Martin Schachner. Bei einer Wein- oder Champagner-Rarität im vierstelligen Bereich bringt das ebenso viel Satisfaktion wie bei einem 20 Euro-Tropfen. Im Fokus steht keine Siegerehrung, sondern der Lustgewinn. Und der erweiterte Erfahrungshorizont, den man nach diesem Duell der Sinne mit nach Hause nimmt. ©Eva Dülligen

Nehmen Sie das Duell mit mir auf?

Beste Grüße Martin Schachner und Team

Die Weinduelle

Vielen Dank an die Duellgegner...